FAQ - Alignment-Werte und Blockgrößen

[Benchmark-Beispiel]

 

SSDs bzw. Flash-Speichereinheiten sind intern in sog. Blöcken strukturiert. Blöcke können immer nur als ganzes beschrieben oder gelöscht werden. Das Betriebssystem legt beim Formatieren das Dateisystem (Cluster) über diese Blöcke. Im Optimalfall sind die Cluster-Grenzen an den Blockgrenzen ausgerichtet und die Cluster genauso groß wie die Blöcke (4096 byte). Windows 7 macht dies automatisch, Windows XP nicht. Sollten die Cluster-Grenzen nicht automatisch ausgerichtet sein, muss die SSD intern zwei Blöcke beschreiben, obwohl die Datenmenge auch in einen einzigen Block gepast hätte (weil das Dateisystem, also der beschriebene Cluster auf zwei Blöcken lag). Dies führt zu Performance-Einbußen, vor allem bei dem Schreiben von kleinen Dateien, den sog. random writes. Außerdem verringert ein nicht aligntes Dateisystem die Lebensdauer der SSD.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie ein DOS Programm bedienen können und etwas zeit haben, sollten Sie das korrekte Alignment setzen!
Info für Windows 7: nicht nötig, das OS aligned das Dateisystem automatisch (nur bei Installation, nicht bei Recovery)
Info für Windows XP: zu empfehlen, vor allem bei SSDs ohne on-board cache

Achtung: Alle Daten auf der jeweiligen Festplatte werden gelöscht!
Benötigtes Tool: diskpar
Einstellung starting offset (alignment): 128 Sektoren
Clustergröße: 4096 bytes / 4 kb (bei allen PhotoFast SSDs)

Hinweis: Sollten Sie eine Recovery CD zum Zurückspielen Ihres Betriebssystems benutzen, nutzt die Partitionierung mit Diskpar in der Regel nichts, weil die System Recovery sämtliche Partitionsgrenzen neu setzt. In diesem Fall zuerst Windows installieren, dann mit einem Drive Imaging Programm eine Sicherungskopie erstellen. Danach sämtliche Partitionen löschen, mit Diskpar eine alignte Partition anlegen und die Sicherungskopie zurückspielen (aber nur die Partition, nicht "ganze Festplatte wieder herstellen", denn dann werden meistens auch die alten Partitionsgrenzen wieder hergestellt).